Rumänienhilfe Osterode am Harz

 im Ev.-luth. Kirchenkreis Harzer Land in Kooperation mit FAIRKAUF und STArQ für Menschen

 Foto: Diakonie

Entstehung und Entwicklung der Rumänienhilfe Osterode am Harz

Die Schreckensbilder aus Verwahranstalten für geistig und körperlich behinderte Menschen - besonders Kinder - im Rumänien der Ceausescu-Diktatur lösten in Osterode Betroffenheit und Hilfsbereitschaft aus. Darum gründeten 1990 der Kirchenkreis Osterode und die Harz-Weser-Werkstätten die Rumänienhilfe.

In der Anfangszeit konzentrierte sich der Einsatz auf das „Camin Spital Neuropsihiatric Galda de Jos“ bei Alba Julia, vergleichbar mit einem deutschen Landeskrankenhaus, mit etwa 380 Patienten.

Der unmenschliche Zustand des Hauses wurde in vielfältiger Weise verbessert. Die Rumänienhilfe Osterode half mit Handwerkereinsätzen und Materiallieferungen beim Neubau der Sanitäreinrichtungen.
Durch unsere Hilfsgütertransporte bekamen die Heimbewohner erstmals in ihrem Leben eigene Betten und Ausstattungsgegenstände des täglichen Lebens.

So konnte sich im Laufe der Zeit eine für rumänische Verhältnisse gute Einrichtung entwickeln.

 Foto: Diakonie

Die DIAKONIA e.V. heute

Nach der Wende übernahm die DIAKONIA e.V. der Evangelischen  Kirchengemeinde in Alba Julia (Karlsburg/Siebenbürgen) die 50 schwerstbehinderten Kinder des staatlichen Kinderheims aus Coltesti und gründeten für sie die fünf Kinderhäuser „Betesda“. In den hellen freundlichen Häusern fanden die Kinder bei liebevoller Betreuung ein neues Zuhause.

Das Haus „Elim“ wurde zum „Betreuten Wohnen“ für Erwachsene mit Behinderung ausgebaut.

Die Tagesstätte „St. Josef“ hat im Vorort Micesti ein neues Zuhause gefunden. Hier werden Heimbewohner zusammen mit Kindern mit Behinderung aus Alba Julia gefördert und an handwerkliche Tätigkeiten herangeführt.

Das Altenheim „Peter und Paul“ im Dorf Scholten/Cenade bietet dreißig alten alleinstehenden Menschen, zumeist Siebenbürger Sachsen, eine familiäre Atmosphäre.

Die Sozialstation versorgt alte und pflegebedürftige Menschen zu Hause, bringt Essen, stellt Rollstühle zur Verfügung und versorgt 500 bedürftige Haushalte kostenlos mit Kleidung.

Eine Pflegestation („Pflegenest“) mit 25 Betten kümmert sich selbstlos um überwiegend schwerst pflegebedürftige und mittellose Menschen.

Aus einer modernen Großküche versorgt die DIAKONIA täglich eine große Zahl von Menschen in den Heimen und in der Stadt.

 Foto: Heinrich Lau

Die Zukunft der DIAKONIA e.V.

Der Hilfsverein DIAKONIA e.V. in Alba Julia arbeitet darauf hin, sich selbst zu finanzieren. Das ist bei den Verhältnissen in Rumänien ein weiter Weg. Eine Ärztin, etwa 30 Heilpädagoginnen und Heilpädagogen und angelernte Pflegerinnen sowie Personal in Betrieb und Verwaltung sind in der DIAKONIA beschäftigt und müssen finanziert werden.

Nach wie vor sind die Textilwerkstatt und der Verkauf in DIAKONIA eigenen Secondhand-Läden eine wichtige Einnahme.

Der Erlös aus den Osteroder Kleiderspenden deckt etwa ein Viertel des Etats der DIAKONIA. Nur durch diese Hilfe kann in der Region Alba Julia Menschen mit Behinderung oder Pflegebedarf ein würdiges Leben ermöglicht werden.

 Foto: Diakonie

Die Rumänienhilfe in Osterode

Die Rumänienhilfe am Rollberg 11 in Osterode freut sich über Spenden von Kleidern, Wäsche, Schuhen und Plüschtieren sowie von Pflegehilfsmitteln, Rollstühlen, Rollatoren und Fahrrädern. Sie sollten in einem guten, sauberen Zustand sein und wieder verwendet werden können.
Die Rumänienhilfe organisiert die Sortierung und Verpackung der Spenden bis zur Verladung nach Rumänien.
Die gemeinnützige GmbH „STArQ für Menschen“ beschäftigt dort Personen in Projekten zur Eingliederung. Deutsch, EDV-Unterricht, Gemeinschaftskunde sowie eine geregelte Beschäftigung werden angeboten.
Mit dieser Hilfe und einem Netz von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Sammlern können inzwischen jährlich circa elf LKW mit je 10 - 15 Tonnen Kleidung und anderen Hilfsgütern nach Alba Julia geschickt werden.
Die Kosten der Transporte werden durch Mitgliederbeiträge vom FRO, von der DIAKONIA Alba Julia und durch Spenden aufgebracht.

 Foto: Diakonie

Hier finden Sie unser Büro:

 

Spenden

Geldspenden bitte mit dem Vermerk „Rumänienhilfe“ an das Kirchenkreisamt Osterode, IBAN DE76263510150004023958 bei der Sparkasse Osterode
(Bitte vermerken Sie die Absenderadresse ggf. in der Zeile „Verwendungszweck“, damit wir Ihnen eine Spendenquittung zum Steuerabzug zukommen lassen können.)

Kontakt

Herr Heinrich Lau

Tel.: 05522 505633

Siebenbürgenweg 6
37520 Osterode am Harz

Wo finden Sie uns

Rollberg 10 und 11 können Sachspenden abgegeben werden:

Mo. - Fr.: 09:30 - 14:00 Uhr
Do: 14.00 - 18:00 Uhr

Unser Büro befindet sich am Rollberg 11.

Tel: 05522 8689600

Wer sind wir

Die „Osteroder Initiative für behinderte Menschen in Rumänien - AGAPE“, kurz „Rumänienhilfe Osterode“, wird getragen vom Ev.-luth. Kirchenkreis Harzer Land und den Harz-Weser-Werkstätten.

Der Verein „Freundeskreis Rumänienhilfe“ (FRO) fördert diese Arbeit. Ehrenamtlich tätige Mitglieder des Freundeskreises organisieren u.a. die Hilfsgütertransporte nach Rumänien und die Aktion „Weihnachten im Schultornister“. Sie halten engen Kontakt mit den Hilfsprojekten in Rumänien.

Der Vorstand der FRO

Rumänienbeauftragter des Kirchenkreises:

  • Wolfgang Flörke

Stellvertretender Vorsitzender:

  • Karsten Dannenberg

Weitere Mitglieder des Vorstandes:

  • Gerhard Helwing
  • Heinrich Lau
  • Dr. Eckhard Zenker

Beratend für den Vorstand:

  • Angela Zölke
  • Jürgen Lange

Unsere Kooperationspartner

Die Rumänienhilfe Osterode arbeitet zusammen

  • mit dem Kaufhaus FAIRKAUF,
    Rollberg 10, 37520 Osterode am Harz, Tel. 05522 / 5028672. Über das Telefon von FAIRKAUF kann bei großen Mengen Gebrauchtkleidung ein Abholdienst vereinbart werden.
  • mit STArQ für Menschen
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von STArQ für Menschen und den Harz-Weser-Werkstätten arbeiten in der Kleiderannahme, der Aufbereitung, der Sortier- und Packstation und beim Verladen.