Osterode, 24. September 2016

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Rechtzeitig ans Sterben denken

Vortrag von Dr. Michael Coors zum Thema Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase

Foto: Christian Dolle
Foto: Christian Dolle

Seit einigen Jahren wird über die letzte Lebensphase und das würdige Sterben mehr und mehr geredet. Längst ist es kein Tabuthema mehr, sondern eines, das auch von prominenten Stimmen diskutiert wird und vor allem immer mehr Zuhörer findet. In der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist Dr. Michael Coors vom Zentrum für Gesundheitsethik der Akademie Loccum einer der kompetentesten Ansprechpartner.

Er hat sich intensiv mit Fragen zum Lebensende und insbesondere mit dem Advance Care Planning, also gesundheitlicher Vorausplanung befasst. „Der Sache nach geht es darum, Menschen bei der Erstellung z.B. von Patientenverfügungen zu unterstützen und zu begleiten und dafür Sorge zu tragen, dass Willensentscheidungen von Patienten transparent dokumentiert und kommuniziert werden“, erläutert Coors, „Ziel ist eine bestmögliche pflegerische und medizinische Versorgung von Menschen auch dann, wenn diese ihren Willen nicht mehr äußern können.“

Durch das seit Herbst 2015 verabschiedete Hospiz- und Palliativgesetz gibt es nun erstmals eine rechtliche Grundlage dafür, auch wenn natürlich viele Fragen offen bleiben. Um diese zum Teil zu beantworten, lädt der Kirchenkreis Harzer Land und die Alten(heim)seelsorge im Harzer Land  am Mittwoch, 28. September, um 19 Uhr zu einem Vortrag mit Dr. Coors im Gemeindehaus St. Jacobi in Osterode ein. Er richtet sich an alle, die professionell im Gesundheitswesen tätig sind und stellt die ethischen und konzeptionellen Grundlagen vor. Selbstverständlich gibt es auch Raum, um über kritische Fragen zu diskutieren. Und Diskussionsbedarf gibt es in diesem Themenumfeld bekanntermaßen genug.

 

Christian Dolle