Osterode, 6. November 2016

Nachricht

Festgottesdienst zum Jubiläum der Kreuzkirche

Die Option Kirche attraktiv gestalten

Ankunft
Ankunft mit dem Planwagen

In der Kreuzkirche wurde am Sonntag der Festgottesdienst zum 50-jährigen Bestehen gefeiert. Mit vielen Gemeindegliedern aus der eigenen und Gästen aus den anderen Osteroder Gemeinden, mit Musik der Musikgemeinde, des Kreisposaunenchors und Kreiskantor Jörg Ehrenfeuchter und mit einer Predigt des Landessuperintendenten Eckhard Gorka.

Der erinnerte zunächst einmal an das Jahr 1966, das vom deutschen Wirtschaftswunder, vom Vietnamkrieg, von der Kulturrevolution in China und von der Musik der Beatles und der Rolling Stones geprägt war. Er selbst war damals elf Jahre alt und erlebte eine „traditionelle Kirchlichkeit“, wie Gorka es beschrieb. Seitdem hat sich vieles verschoben, viele Konventionen sind deutlich aufgeweicht. „So schnell wie in den vergangenen fünfzig Jahren hat sich die Welt nie zuvor verändert“, stellte er fest, „Kirche ist zu einer Option geworden.“

Heute fragt man sich, ob die Kirche mit der Welt noch Schritt halten kann. Das sehe man unter anderem auch in der Kreuzkirchengemeinde, wo der Kirchenvorstand nicht mehr vollständig ist, die Nachfrage also offenbar geringer als damals, als noch viele Anstrengungen unternommen wurden, um die Gemeinde überhaupt ins Leben zu rufen. Damals waren die Beatles populärer als Jesus, erinnerte Gorka, doch die Beatles haben sich aufgelöst, Christus ist immer noch für uns da. Nur müsse man das Feuer des Glaubens eben immer neu entfachen. „Wir müssen Neugierde und Interesse wecken, für den Glauben sorgt Gott dann schon“, stellte Gorka fest.

Für Interesse sorgte vorm Gottesdienst zunächst einmal die Ankunft des Kirchenvorstandes St. Aegidien, der Muttergemeinde, der in einem Planwagen vorfuhr und herzlich begrüßt wurde. Pastorin Johanna Friedlein hatte gewettet, es würden 200 Menschen Spalier stehe, diese Wette gewann sie. Für weiteres Interesse sorgten auch die Grußworte von Bürgermeister Klaus Becker, Superintendent Volkmar Keil, sowie ehemaligen und benachbarten Pastoren. Und nicht zuletzt die Einladung zum anschließenden Beisammensein, der an diesem eher trüben Vormittag viele folgten, um über Gott und die Welt und vielleicht auch ein wenig über nötiges Engagement in der Gemeinde zu plaudern.

 

Christian Dolle