Bilshausen, 1. Dezember 2016

Nachricht

Die Luthertüren des Kirchenkreises sind in Bilshausen angekommen

„Wir sind hier in der Diaspora – ich bin gespannt, was passiert.“

Luthertüren in Bilshausen Foto: Christian Dolle

Die Luther-Türen setzen ihre Reise durch den Kirchenkreis fort. Gerade sind sie im Eichsfeld angekommen, genauer gesagt in Bilshausen. „Wir sind hier ja in der Diaspora“, sagt Pastor Harald Möhle mit einem Lächeln, „ich bin gespannt, was passiert und wie die Aktion hier angenommen wird.“

Die Aktion besteht darin, dass die beiden über zweihundert Jahre alten Holztüren, die Pastor André Dittmann auf dem Dachboden der Kirche in Lautenthal entdeckte, durch die Gemeinden wandern und dazu aufrufen, Ideen, Vorschläge und auch Kritik zu äußern. Die eine der beiden Flügeltüren ist dabei für Anregungen für die Kirche, die andere für Wünsche für den Ort gedacht. Zuletzt wurden in Bad Sachsa eifrig Thesen angeschlagen, die dort nun ausgewertet und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden.

Vorbild ist natürlich Martin Luthers Thesenanschlag vor 500 Jahren, der zur Reformation führte. So weit will es Pastor Möhle im überwiegend katholisch geprägten Bilshausen ja gar nicht kommen lassen, sagt er mit einem Grinsen. Ihm schwebt vielmehr eine ökumenische Zusammenarbeit vor, bei der vielleicht der eine oder andere Gedanke entsteht, was im Ort gemeinsam angepackt werden kann.

Den entsprechenden Rahmen bietet Hans-Herbert Hoffmann, in dessen Hof in der Ritterstraße am kommenden Samstag, 3. Dezember, ein kleiner, aber feiner Adventsmarkt stattfindet. „Der Hof war früher ein Landhandel und viele Bilshäuser können sich noch gut daran erinnern“, erläutert er, „darum wurde unser alternativer Adventsmarkt bisher auch gut angenommen.“ Neben Kunstgewerbe gibt es auch einen Stand der Initiative Ombili, die sich um die Integratrion der Buschleute in Namibia kümmert. Das entstand, da seine Frau in Namibia geboren ist, erläutert Hoffmann.

Und da auch die evangelische Minderheit in Bilshausen gut integriert ist, sehen auch Inge und Rüdeger Schaake als Vertreter des Kirchenvorstandes gute Chancen für gemeinsame Ideen, die beim Adventsmarkt und anschließend in der Schule, wo die Türen von Mittwoch bis Samstag stehen werden, angeschlagen werden. Am darauffolgenden Sonntag wird das Thema dann im Gottesdienst aufgegriffen, kündigt Möhle an und ist schon jetzt äußerst gespannt auf die Resonanz.

Christian Dolle