Bad Grund, 19. Dezember 2016

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Tür 19

St. Antonius-Kirche Bad Grund

St.Antonius-Kirche Bad Grund

In der St. Antonius-Kirche zu Bad Grund hängt an der linken Chor-Wand ein vielleicht aus dem 17. Jahrhundert stammendes Luther-Bild, das als Attribut einen Schwan zeigt. Diese Darstellung ist für die Zeit, in der das Gemälde entstand, nicht ungewöhnlich und geht auf eine Prophezeiung des tschechische Vorreformator Jan Hus zurück, der 1415 auf dem Konstanzer Konzil als Häretiker verurteilt und verbrannt worden war. Er hat gesagt: „Heute bratet ihr eine Gans („Gans“ heißt auf Tschechisch „Hus“). Nach mir wird ein Schwan kommen, der mein Lied herrlicher weitersingen wird!“ Als diesen „Schwan“ hat man dann Martin Luther angesehen. Der Reformator hat nach einem alten Hymnus das Adventslied „Nun komm, der Heiden Heiland“ geschaffen. Daraus eine Strophe: „Dein Krippen glänzt hell und klar, / die Nacht gibt ein neu Licht dar. / Dunkel muss nicht kommen drein, / der Glaub bleibt immer im Schein (Evangelisches Gesangbuch 4 ,4)“.

 

Pastor Michael Henheik

Foto: Kirchenkreis Harzer Land