Schulenberg, 1. Mai 2017

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Schulenberg wird zur Künstlerwerkstatt

Kunstworkshop und Finissage im Oberharz

Die Werke werden präsentiert

Schulenberg wird zur Künstlerwerkstatt, oder auch: Aus Laien werden Künstler. Denn in dem kleinen Dorf im Oberharz fand am Walpurgis-Wochenende bereits der zweite Zeichen- und Kunstworkshop mit Künstlerin Wenche Burger-Nöstvold aus Norwegen statt. Diesmal ließen es die Temperaturen, anders als letzten September, nicht zu, im Freien zu malen, deshalb nutzen die Teilnehmer die Besonderheit der St. Petrus-Kapelle: Den Gemeinderaum auf der Empore. „Unter der Decke“ sozusagen. Dort entstanden an zwei Tagen wundervolle Bilder, wie die Künstlerin aus Norwegen betont: „Wir haben versucht, unser Inneres zu öffnen. Welche Werke hier entstanden sind, ist schon erstaunlich.“ Und auch die Teilnehmer schwärmen: „Ich habe mich zum ersten Mal seit der Schulzeit im Zeichnen probiert. Es hat richtig Spaß gemacht! Neu für mich waren die Pinseltechniken: Nach und nach bin ich, wie die anderen auch, zu meiner eigenen Maltechnik gekommen“, erklärt Birgit Wolff aus Schulenberg. Auch die anderen sind sehr angetan: „Jeder bekommt die Hilfestellungen, die er braucht, aber jeder hat auch seine eigene Freiheit.“  Gleich einen Tag später, am 1. Mai, trafen sich einige der Malerinnen morgens in der St. Nikolai-Kirche Altenau bei der Finissage der Ausstellung von Wenche Burger-Nöstvold wieder. Gemeinsam mit einigen Oberharzer Pastoren und Ehrengästen wurde dabei auch die erste Ausgabe des regionalen Gemeindebriefes vorgestellt und gefeiert. „Ich hätte uns ein volles Haus gewünscht. Man sieht, wie das Regionalpfarramt wächst. Aber wir müssen uns miteinander auf den Weg machen“, erklärte Sybille Fritsch-Oppermann, Beauftragte für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit in der Region Oberharz, die zu beiden Veranstaltungen eingeladen hatte.  Nummer 2 des Gemeindebriefes stehe bereits in den Startlöchern und erscheine für die Monate Juni bis August. Die Auflage soll mit etwa 9500 Exemplaren gleich bleiben, an die Mitglieder der Kirchengemeinden verteilt werden und zusätzlich in Kirchen und Tourist-Informationen für Besucher und Gäste ausliegen. „Beim nächsten Mal gehen wir von 40 wieder auf 44 Seiten. Außerdem soll es dann neben der Gottesdienst-Übersichtsseite auch noch eine Doppelseite mit musikalischen Veranstaltungen geben“, erklärte die Pastorin. Das Layout des Gemeindebriefes sei schon sehr gelungen und werde sich nur geringfügig ändern. „So viel darf ich verraten: Beim nächsten Mal sind alle zehn Kirchtürme auf dem Cover“, schloss Fritsch-Oppermann, bevor sich in dem „kleinen Juwel des Oberharzes“, wie Fritsch-Oppermann die romantische Barock-Kirche betitelte, interessante Gespräche über Kunst, Gott und die Welt anschlossen. Viele kamen bei Kaffee und Häppchen, die das Helferteam liebevoll vorbereitet hatte, auch mit der Künstlerin ins Gespräch. Bis zum nächsten Malworkshop in Schulenberg.

Foto und Text:Mareike Spillner