Barbis, 14. September 2017

Nachricht

Halleluja, "Haste Töne?!" und ein Mini-Luther

Stiftung Licht in St. Petri veranstaltet ein Konzert für den guten Zweck

Haste Töne im Mai 2017

Ein Chorkonzert der Sonderklasse erleben und dabei noch etwas Gutes tun? Genau das ist am Samstag, 16. September, um 18.30 Uhr in der Barbiser St. Petri-Kirche möglich. Denn der kecke Chor „Haste Töne?!“ aus Dorste interpretiert klassische aber auch moderne Stücke ganz neu und wird die Zuhörer an diesem Abend unterhalten, ohne dass ein festes Eintrittsgeld erhoben wird. „Wir haben uns folgendes überlegt: Am Ende des Konzertes wird um eine Spende für die Stiftung gebeten. Und wer mindestens elf Euro gibt, erhält einen Mini-Luther als Dankeschön“, erklärt Heinz-Dieter Kerl. So möchte er zusammen mit Friedrich Deppe und Jutta Büntge vom Stiftungsvorstand die Werbetrommel für rühren. Denn Ziel der Stiftung ist es, in der Kirchengemeinde Barbis ein lebendiges Gemeindeleben zu fördern und zu erhalten. Genauer gesagt geht es dabei um eine attraktive Kirche für alle, die im Ort leben, aber auch darum, einen Raum der Besinnung und des Gebetes, der Musik und der Gemeinschaft zwischen den Generationen und Religionen zu schaffen und auch diejenigen zu unterstützen, die Hilfe brauchen. Ganz aktuell macht den Barbisern der einsturzgefährdete Turm der Kirche Sorgen, der derzeit in ein Gerüst gebettet ist. Doch die Instandsetzung kostet natürlich Geld. „Das Gold für die Kirchturmuhr soll aus Stiftungsgeldern finanziert werden“, erklärt Kerl. „Richtige“ Stifter können grundsätzlich alle Personen und Unternehmen werden, denen die St. Petri-Kirchengemeinde am Herzen liegt. Dies geschieht durch eine Spende von mindestens 500 Euro oder durch das Einbringen von Sachanlagen von entsprechendem Wert. „Selbstverständlich kann der Stiftungsbeitrag auch in Raten erfolgen“, ergänzt der Barbiser. Und fügt augenzwinkernd hinzu: „Da wären dann sicher auch mehrere Luther-Figuren verhandelbar.“

Der Dorster Chor wurde 1946 als Flüchtlingschor gegründet. Gesungen wurden zur dieser Zeit überwiegend Volkslieder und Choräle. Noten wurden damals noch sehr per Hand geschrieben. Unter Hauptlehrer und Kantor Alfred Seiler brach der Chor dann 1957 zu seiner damaligen Blütezeit auf. Bis 1989 hatte er das Zepter in der Hand. Neben Volksliedern stand in dieser Zeit die Kirchenmusik an vorderster Stelle. So wurde immer wieder das große "Halleluja" von Händel, damals sogar vorgetragen mit Streichern, angepriesen. Der Chor hatte in dieser Zeit bis zu 60 Sängerinnen und Sänger. Mit Holger Schlenczek schlug der Chor von 2003 -2012 dann eine neue Richtung ein: Es wurden vermehrt auch Gospel oder Schlager gesungen und es dieses zunehmend ohne Mappen, was bis heute so beibehalten wird. Seit 2012 singt der Chor mit viel Spaß unter der Leitung von Michaela Längert. Vor vier Jahren entstand der Namenszusatz „HasteTöne?!“. Und etwas hat sich noch geändert: Seitdem wird das "Hallelujah" von Leonard Cohen gesungen.

Foto und Text:Mareike Spillner