Osterode, 29. November 2017

Nachricht

Unter neuer Flagge in die Zukunft

Neuer Träger für das St. Jacobi Alten- und Pflegeheim und die Diakonie- Sozialstationen Westharz

St. Jacobi Alten- und Pflegeheim

Hans-Hermann Heinrich ist seit 2015 Geschäftsführer der Diakonie- Sozialstationen Westharz sowie des St. Jacobi Alten- und Pflegeheims in Osterode. Er sorgte in dieser Zeit dafür, dass die  Einrichtungen sich weiterhin positiv entwickelt haben.

Zuvor stand Heinrich viele Jahre an der Spitze des Ev. Stifts Alt- und Neu-Bethlehem in Göttingen. Dramatisch ausgedrückt könnte man nun behaupten, die Vergangenheit holt ihn ein. Ab dem 1. Januar 2018 wird nämlich auf Beschluss der Osteroder Gremien die Trägerschaft der Diakonischen Einrichtungen mit den ambulanten Pflegediensten im gesamten Altkreis Osterode und im Oberharz, den drei Tagespflegen in Osterode, Bad Sachsa und Herzberg sowie des St. Jacobi Alten- und Pflegeheims auf das Ev. Stift übergehen. Die Formulierung mit der einholenden Vergangenheit trifft es allerdings nicht, denn vielmehr ist es ein Schritt in eine sichere Zukunft.

„Ein größerer Verbund ist meist besser für die einzelnen Einrichtungen, allein schon weil in allen Bereichen viel mehr Knowhow zur Verfügung steht“, so Heinrich. Für die Mitarbeiter und alle anderen ändert sich allerdings kaum etwas, betont er, letztlich geht der schon bestehende Managementvertrag in eine gesellschaftsrechtliche Trägerschaft über. „Es führt nicht zu einer Anhebung der Preise“, greift er möglichen Sorgen vor. Und auch die Kirchengemeinde St. Jacobi bleibt mit einem gewählten Mitglied im Kuratorium des Ev. Stifts Alt- und Neu-Bethlehem sozusagen mit im Boot.

Die bereits vor vier Monaten begonnenen Investitionen im St. Jacobi werden zügig fortgesetzt: Alle Doppelzimmer werden in Einzelzimmer umgewandelt und die zukünftigen 4 Wohnbereiche werden jeweils mit eigenem großzügigen Wohn- und Esszimmer ausgestattet. Das Investitionsvolumen hierfür beläuft sich auf 3,6 Mio. Euro.

Auch der in Bad Grund begonnene Bau der Tagespflege und des Pflegestützpunktes für insgesamt 1,4 Mio. Euro soll – wie geplant – bis 1. Juli 2018 bezugsfertig sein.

Insgesamt sieht Heinrich die Einrichtungen auf einem guten Weg, vor allem, weil sie im Gebiet des alten Landkreises Osterode sozusagen eine Sonderstellung einnehmen. Von 32 Alten- und Pflegeheimen in der Region sind 29 privat, sagt er, das sei in anderen Regionen nicht der Fall. „Die Diakonie zahlt hier in Osterode sehr gute Gehälter“, betont er und lobt auch die Arbeit derjenigen, die diese Gehälter bekommen.

Mit der noch engeren Verknüpfung mit dem Ev. Stift Alt- und Neu-Bethlehem sei man nun auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt und könne nach vorn blicken. Denn letztlich, so betont er, gibt es im Augenblick kaum ein dringenderes gesellschaftliches Thema als die Vorsorge fürs Alter und gute Einrichtungen, die auch den jetzt noch Berufstätigen manche Zukunftsängste nehmen.

Christian Dolle