Osterode, 26. Juni 2016

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"Der schönste Beruf der Welt"

Ordination von Pastorin Dr. Heidrun Gunkel in der Marktkirche St. Aegidien

Im Interview stellte Superintendent Volkmar Keil Pastorin Dr. Heidrun Gunkel vor. Foto: Christian Dolle

Seit Samstag hat die Kirchengemeinde St. Aegidien mit Riefensbeek-Kamschlacken und Uehrde wieder eine Pastorin. Dr. Heidrun Gunkel wurde von Landessuperintendent Eckhard Gorka ordiniert und der Gemeinde als eine Theologin vorgestellt, die sich schon früh in ihrer Gemeinde engagierte und zudem als Lehrbeauftragte an der TU Braunschweig tätig ist. „Kirche ist die Signatur ihrer Biografie“, stellte Gorka fest, was ihn davon überzeugt, dass Dr. Gunkel und die Osteroder Gemeinde schon bald zusammenwachsen werden.

In einem Interview mit Superintendent Volkmar Keil stellte die neue Pastorin sich näher vor, sprach über den Heiligen Geist als Thema ihrer Doktorarbeit, über ihre Vikariatszeit in Peine und auch über ungewohnte Anhöhen in ihrer neuen Heimat, die sie mit dem Fahrrad noch nicht ohne Pause hochkommt.

Letzteres trainiere sie noch, ansonsten möchte sie die Menschen ihrer Gemeinde zügig, aber mit Sorgfalt kennenlernen. Schon in ihrer vorigen Gemeinde war sie überrascht, von den Vorschusslorbeeren, die sie dort bekam, und bedankte sich damit auch bei den Osterodern für die offenen Arme, mit denen sie empfangen wurde. „Wege finden sich oft nicht von allein, sondern im Austausch mit anderen“, sagte sie und es machte den Eindruck als wolle die Gemeinde gerne gemeinsam mit ihr Wege entdecken.

„Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7), ist nicht nur ein Satz der Bibel, der uns Mut machen kann, sondern auch die Jahreslosung aus Heidrun Gunkels Geburtsjahr. Vielleicht gilt das auch für ihre erste Pfarrstelle in Osterode. Furcht, führte Gorka aus, komme nicht von Gott, sondern woanders her. Bei Gott können wir immer einen Neuanfang wagen und nur durch den Glauben können wir den dauerhaften Wandel des Lebens überhaupt verkraften.

„Wir haben den schönsten Beruf der Welt“, gab Gorka ihr noch mit auf den Weg, nicht, weil er mit Geld, sondern in besonderer Weise mit Sinn belohnt werde. Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus gab es darüber eine längere Diskussion mit einigen Pastoren aus den umliegenden Gemeinden, die einstimmig betonten, für wie wertvoll und persönlich erfüllend sie es ansehen, Menschen in Freude und auch im Leid begleiten und beistehen zu dürfen. Kaum etwas sei im Beruf erfüllender und gebe mehr Kraft als diesen Sinn zu spüren.

Christian Dolle, Öffentlichtskeitsbeauftragter des Kirchenkreises Harzer